Interessenkonflikte in der Anlageberatung und Vermögensverwaltung

Mit der Qualität von Vermögens- und Finanzberatung ist es hierzulande nicht zum Besten gestellt. Seit Jahren werden in der Fachpresse Tests zur Qualität der Anlageberatung in Banken und bei freien Finanzdienstleistern veröffentlicht. Die Ergebnisse sind größtenteils erschütternd.
Aber nicht nur die Beratung, sondern auch viele Anlageprodukte bringen für die Kunden nicht viel mehr als Verzweiflung. Pleite bei Zertifikaten, Konkurs bei Immobilienfonds, strauchelnde Schiffe und Windparks, die weit hinter den Prognosen zurück bleiben. Die Liste der Geldvernichter ist lang. Die Folge sind frustrierte Kunden und eine Zunahme von Schadensersatzklagen.

Interessenkonflikte in der Finanz- und Anlageberatung

Doch worauf gründet sich die Misere in der Finanz- und Vermögensberatung?

Die Hauptursache für schlechte und falsche Finanzberatung liegt darin, dass die Interessen der Kunden und Berater nicht gleichgerichtet sind. Speziell in Deutschland existieren eine Vielzahl von systemimmanenten Interessenkonflikten, denen Banken und herkömmliche Finanzberater unterliegen. Nachfolgend nennen wir die hauptsächlichen Interessenkonflikte und welche Maßnahmen wir, die Gesellschafter der RFV Rheinische Familien Vermögen ergriffen haben, um diese Interessenkonflikte zu minimieren.

1. Berater werden über Provisionen entlohnt

Berater sind häufig keine Berater, sondern Verkäufer, da sie nahezu ausschließlich am Verkauf von Produkten verdienen. Grundsätzlich ist gegen Verkäufer oder den Verkauf von Produkten nichts zu sagen. Waren und Dienstleistungen müssen verkauft werden. In der Finanzbranche begegnet man dem Kunden jedoch durch die Hintertür. Angeboten wird eine objektive Beratung, durchgeführt wird ein Verkaufsgespräch. Gelingt es dem Berater dauerhaft nicht Produkte zu verkaufen, verfehlt er seine Vertriebsziele oder verdient kein Geld, sofern er selbständig ist.

Honorarberatung für gleichgerichtete Interessen

Die RFV Rheinische Familien Vermögen berät ausschließlich auf Honorarbasis und vereinnahmt keine Vermittlungs-, Bestands oder Erfolgsprovisionen. Ziel jeder Beratung ist es, die bestmögliche Lösung für unsere Mandanten zu entwickeln. Sollten für die Umsetzung einer Beratung Finanzprodukte benötigt werden, empfehlen wir günstige, provisionsfreie Produkte oder sorgen dafür, dass unsere Mandanten die Provisionen erstattet bekommen.

2. Konzerninteressen gehen vor Kundeninteressen

Während der deutsche Mittelstand noch häufig von Familienunternehmern geprägt wird, sind große Finanzunternehmen selten inhabergeführt. Verschiedene Eigner verfolgen unterschiedliche Interessen als Kapitalinvestor, Spekulant oder strategischer Investor. Über vertragliche Verbindungen oder Überkreuzbeteiligungen versuchen die Institute die bestehenden Kundenkontakte möglichst optimal (aus) zu nutzen. Die Erhöhung der „Cross Selling Quote“ und eine „Verlängerung der Wertschöpfungskette“ sind die Ziele der modernen Unternehmensführung. Vertriebsvorgaben, Verkaufszahlen und Umsatzrendite definieren das Unternehmen, die Bedürfnisse der Kunden und generationsübergreifende Ziele wirken dagegen zweitrangig.

Unabhängige Anlageberatung ohne Verflechtungen

Die Anteile der RFV Rheinische Familien Vermögen werden nur von den Partnern der Gesellschaft gehalten. Es sind ausgewiesene Experten aus dem Bereich Vermögen & Steuern, die sich dazu verpflichtet haben ihre Dienstleistungen ausschließlich auf Honorarbasis und im Interesse der Mandanten zu erbringen. Weder Banken, noch Versicherungen oder sonstige Unternehmen sind Gesellschafter der RFV. Auch halten wir keine Vertragsbeziehungen mit anderen Unternehmen, die unsere Neutralität gefährden oder uns auf bestimmte Finanzprodukte beschränken würden. Außerdem haben wir uns dazu verpflichtet keine eigenen Finanzprodukte zu entwickeln, anzubieten oder uns an der Auflage von Finanzprodukten zu beteiligen.

3. Auch Anleger und Kunden müssen umdenken

Die Erwartung vieler Kunden an eine Anlageberatung können schlichtweg nicht erfüllt werden. Durch die Einschaltung eines Profis erhoffen sich die Anleger Risiken zu eliminieren, die jedoch naturgemäß in jeder Anlageklasse vorhanden sind. Andere Kunden erwarten von Vermögensverwaltern oder Börsengurus, dass diese das Rezept zum „reich werden“ haben und auch bereit sind dies mit der erlesenen Kundschaft zu teilen. Diese Erwartungen werden zwar häufig von der Finanzbranche und den Medien geschürt, können jedoch definitiv nicht erfüllt werden. Hierzu wurden bereits mehr als einhundert seriöse, wissenschaftliche Studien veröffentlichet. Es ist unmöglich Finanzmärkte kurz- bis mittelfristig zuverlässig vorherzusagen und der Zusammenhang von Risiko und Rendite ist unumstößlich. Kein noch so guter Vermögensverwalter kann dieses Naturgesetz außer Kraft setzen.

Anleger müssen verstehen, dass gute Anlageberatung nicht umsonst zu haben ist. Genauso, wie ein Arzt nicht von der Pharmaindustrie oder ein Steuerberater vom Finanzamt bezahlt wird, sollte auch ein Anlageberater nicht von den Produktanbietern bezahlt werden. Objektive Beratung wird erst dann gewährleistet, wenn die Entlohnung des Beraters ausschließlich durch den Mandanten erfolgt.

Verständliche und kostengünstige Finanzstrategien geben Sicherheit

Das Vermögensmanagement der RFV beruht auf soliden Konzepten, deren Effizienz wissenschaftlich bewiesen ist. Wir verzichten auf komplexe Finanzprodukte und halten uns von Modewellen fern. Wir  setzen auf nachvollziehbare und kostengünstige Lösungen und Anlageprodukte, mit denen Sie Ihre langfristigen Ziele erreichen. Besonders wichtig ist uns, dass Sie verstehen was realistisch ist und was nicht. In Sachen Chancen und Risiken sprechen wir Klartext. Um mögliche Interessenkonflikte zu minimieren, arbeiten wir ausschließlich auf Honorarbasis und lehnen eine Vergütung durch Dritte strikt ab.

Kurz: Wir kümmern uns um Ihre Finanz- und Vermögensangelegenheiten, so wie wir es selbst von einem Finanzdienstleiter im besten Fall erwarten würden.